Fallschirmjäger/Aufklärer |
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1967 1969
Aufklärer
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Das Luftsturmregiment 40 stellte die Luftlandetruppe der NVA der DDR dar. Die Einheit trug den Namen "Willi Sänger" und war von 1960 - 1982 in Prora auf Rügen stationiert. Ab 1982 bis zur Auflösung im Jahr 1990 dann in der Nähe des Truppenübungsplatzes Lehnin bei Potsdam. Der Truppenteil "Willi Sänger" war der einzige Luftlandeverband innerhalb der NVA. Allerdings gab es in mehreren anderen Einheiten der "bewaffneten Organe" Fallschirmspringer. Z.B. bei den Fernaufklärungseinheiten der NVA und bei verschiedenen Einheiten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Die Truppe war als Spezialeinheit konzipiert und somit fester Bestandteil der offensiven Strategie des Warschauer Pakts mit dem Ziel den Feind auf dessen eigenen Territorium zu bekämpfen. Entsprechend ihrem taktischen Auftrag handelte es sich um eine relativ kleine Truppe von kaum mehr als 300 Mann. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass nur sehr wenige originale Fallschirmjäger FD-Uniformen erhalten geblieben sind und diese heute z.T. astronomische Summen kosten. Ein netter User Namens Torsten hat uns die folgenden Bilder zur Verfügung gestellt. Leider befinden sich die abgebildeten Bekleidugsstücke nicht mehr in seinem Besitz. Wir bitten daher von entsprechenden Anfragen abzusehen.
Jacke für Fallschirmjäger/Aufklärer
Die abgebildete, sehr gut erhaltene Felddienstjacke eines Angehörigen der Fallschirmjäger/Aufklärer ist zeitlich zwischen den Jahren 1964 und 1966 einzuordnen. Da sich leider kein Herstellerstempel erhalten hat, kann dies nur aufgrund der Ausführung (Lüftungslöcher unter den Achseln, Metallnieten zur Schulterstückbefestigung) hergeleitet werden. Bereits auf den ersten Blick offenbaren sich große Unterschiede zu den Felddienstjacken im Strichtarnmuster. Am augenfälligsten dürfte die aufwändige Fütterung sowie die knöpfbaren Ärmelenden sein. Auch die beiden zusätzlichen Täschchen auf den Unterarmen fielen bei den späteren Modellen der 70`er und 80´er Jahre weg. Interessanterweise verfügt die Jacke über eine Bundverstellung mittels Metallschnalle, wie sie auch bei herkömmlichen FD-Jacken bis Mitte der 60´er Jahre Verwendung fand.
Die beiden Oberarmtaschen sind unterschiedlich ausgeführt. Während die rechte Tasche relativ einfach konzipiert wurde ist die linke Tasche zur Aufnahme zylindrischer Gegenstände gedacht und entsprechend unterteilt. Dies könnte für Schreibutensilien genauso bestimmt gewesen sein wie etwa für Leuchtsignalmunition. Trotz vollständiger Fütterung besitzt auch dieses Modell eine Innentasche auf der linken Brustseite welche mittels eines kleinen Knopfes verschlossen werden konnte. Man beachte die Schnürlöcher unter den Achseln sowie die knöpfbaren Ärmelenden.
Kopfhauben, Helmbezüge
Kopfhaube im Flächentarndruck wie sie in den 60`er Jahren üblicherweise beim Sprung verwendet wurde. Erst später kamen Helme z.T. auch polnischen Musters zum Einsatz, während Kopfhauben beim Sprung offenbar kaum noch Verwendung fanden. Das abgebildete Stück verfügt offenbar über keinerlei Herstellerstempel.
Frühe Kopfhaube aus Leder. Vom Material abgesehen, ist sie mit ihrem Nachfolgemodell aus Tarnstoff identisch. Der gut erhaltene Stempel deutet auf einen Herstellung im Jahr 1962 hin. Da auf den meisten zeitgenössischen Bildern nur Hauben im Flächentarndruck zu erkennen sind, kann davon ausgegangen werden, dass diese Hauben schon sehr bald wieder aus dem Truppendienst verschwanden.
Sprungstiefel
Von links nach rechts:
Exkurs
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